Zeiterfassungsterminal

Ein Zeiterfassungsterminal ist ein stationäres Gerät, an dem Mitarbeitende Arbeitsbeginn, Pausen und Arbeitsende erfassen. Die Buchung erfolgt meist per Chip, Karte, PIN oder biometrisch und wird an ein zentrales, oft digitales Zeiterfassungssystem übertragen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Zeiterfassungsterminal ist das physische „Einstiegsgerät“ in ein Zeiterfassungssystem. Es hängt typischerweise im Eingangsbereich, in der Werkstatt oder im Pausenraum. Mitarbeitende melden sich dort beim Kommen, Gehen und in Pausen an – etwa mit RFID-Chip, Magnetkarte, PIN-Code, NFC-Transponder oder einem biometrischen Merkmal (Fingerabdruck, Venen- oder Gesichtsscan).
Moderne Terminals sind direkt an eine digitale Zeiterfassung angebunden. Die Buchungen werden in Echtzeit an die Zeiterfassungssoftware übertragen, die daraus Arbeitszeiten, Pausen, Überstunden und Zuschläge berechnet. So lassen sich Schichten, Teilzeitmodelle und flexible Arbeitszeitregelungen transparent abbilden, ohne manuelle Stundenzettel oder nachträgliche Korrekturen in Excel.
Für Unternehmen ist das besonders im Hinblick auf Arbeitszeitgesetz (ArbZG), Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten relevant, etwa für Höchstarbeitszeiten, Ruhezeiten und Pausenregelungen. Zudem helfen exakte Zeitdaten bei der korrekten Berechnung von Lohn, Mindestlohn und Zuschlägen sowie bei Lohnexporten z. B. zu DATEV. Gleichzeitig müssen Datenschutzanforderungen (DSGVO) beachtet werden, insbesondere bei biometrischen Verfahren: nur erforderliche Daten erheben, Zugriffe beschränken, Löschfristen definieren.
In der Praxis kommen Zeiterfassungsterminals vor allem dort zum Einsatz, wo viele Mitarbeitende vor Ort arbeiten: Produktion, Handwerk, Lager, Pflege, Gastronomie oder Einzelhandel. Sie sind robust, schnell bedienbar und funktionieren oft auch offline, wobei die Daten später synchronisiert werden. In Kombination mit Web- oder App-Lösungen entsteht ein hybrides System, das sowohl stationäre als auch mobile Arbeitsplätze abdeckt und damit eine durchgängige, rechtssichere und effiziente Arbeitszeiterfassung ermöglicht.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen sollte ein Fachanwalt oder Steuerberater hinzugezogen werden.
Häufige Fragen
Mitarbeitende melden sich beim Kommen, Gehen oder in Pausen am Terminal an, meist mit Chip, Karte, PIN oder biometrisch. Die Buchungen werden an die Zeiterfassungssoftware übertragen, die daraus Arbeitszeiten, Überstunden und Pausen berechnet.
Nicht zwingend. Für Betriebe mit vielen Mitarbeitenden vor Ort ist ein Terminal sehr praktisch und effizient. Büro- und Remote-Teams nutzen oft eher Web- oder App-Lösungen; häufig wird ein Mix aus Terminal- und mobiler Zeiterfassung eingesetzt.
Biometrische Daten gelten als besonders schützenswert und unterliegen strengen DSGVO-Anforderungen. Es ist zu prüfen, ob sie wirklich erforderlich sind und ob Einwilligung, Zweckbindung, Datensicherheit und Löschkonzepte sauber umgesetzt sind.
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