NFC-Zeiterfassung

NFC-Zeiterfassung ist eine digitale Form der Arbeitszeiterfassung, bei der Mitarbeiter ihre Kommen- und Gehen-Zeiten per NFC-Chip (z. B. Karten, Anhänger, Handy) an einem Lesegerät oder Smartphone erfassen. Die Daten werden automatisch in einer Zeiterfassungssoftware gespeichert und ausgewertet.
Das Wichtigste in Kürze
NFC-Zeiterfassung nutzt Near Field Communication (NFC), eine kontaktlose Funktechnik mit sehr kurzer Reichweite. Mitarbeitende halten beim Arbeitsbeginn und -ende einen NFC-Träger – etwa Chipkarte, Schlüsselanhänger oder ein NFC-fähiges Smartphone – an ein Lesegerät oder ein Smartphone-Terminal. Der Identifikationscode wird erfasst und die Zeit automatisch im Zeiterfassungssystem verbucht.
In der Praxis kommen vor allem drei Szenarien vor: fest installierte Terminals im Büro oder in der Werkstatt, mobile NFC-Leser beim Vorarbeiter oder Objektleiter sowie Apps, die das Firmen-Smartphone selbst zum NFC-Terminal machen. So lassen sich auch Baustellen, Außendienst oder Reinigungsobjekte zuverlässig abdecken – ohne Papierlisten oder nachträgliche Nacherfassung im Büro.
Im Vergleich zu klassischen Stechuhren reduziert NFC-Zeiterfassung Tippfehler, macht Manipulationen schwieriger und ermöglicht eine zeitnahe Auswertung. Arbeitszeiten können Projekten, Aufträgen oder Kostenstellen zugeordnet und für Lohnabrechnung, Controlling und Personalplanung genutzt werden. Überstunden, Plusstunden und Fehlzeiten werden transparent.
Rechtlich kann NFC-Zeiterfassung dabei helfen, die Aufzeichnungspflichten aus dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG), dem Mindestlohngesetz (MiLoG) und etwaigen Dokumentationspflichten besser zu erfüllen, insbesondere durch lückenlose, lesbare und auswertbare Daten. Gleichzeitig sind datenschutzrechtliche Anforderungen nach DSGVO zu beachten: klare Zweckbindung, begrenzte Auswertungen (keine lückenlose Verhaltensüberwachung), passende Rollen- und Rechtekonzepte und sichere Speicherung müssen gewährleistet sein.
Moderne Systeme zur digitalen Zeiterfassung kombinieren NFC mit weiteren Funktionen wie Web- oder App-Buchungen, Urlaubsplanung und Exporten zur Lohnabrechnung. So entsteht ein zentrales System, das sowohl operative Abläufe als auch rechtliche Nachweispflichten unterstützt.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen sollte ein Fachanwalt oder Steuerberater hinzugezogen werden.
Häufige Fragen
Mitarbeitende halten beim Kommen, Gehen oder bei Pausen ihren NFC-Chip an ein Terminal oder Smartphone. Die Buchung wird sofort im System gespeichert und dem jeweiligen Mitarbeiterkonto zugeordnet. Führungskräfte können die Zeiten anschließend prüfen, freigeben und auswerten.
NFC-Chips sind personengebunden und deutlich schwieriger zu manipulieren als handschriftliche Stundenzettel. Vollständig ausschließen lässt sich Missbrauch nicht (z. B. Mitgeben des Chips), doch klare Regeln und Kontrollen reduzieren dieses Risiko. Ergänzend helfen Plausibilitätsprüfungen und Berichte in der Software.
Erforderlich sind NFC-fähige Träger (z. B. Karten, Anhänger, Smartphones) und mindestens ein NFC-Lesegerät oder eine entsprechende App. Die erfassten Daten werden an eine Zeiterfassungssoftware übertragen, meist per Cloud-Lösung. Viele Systeme lassen sich mit Lohnabrechnungsprogrammen verbinden.
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