Höchstarbeitszeit

Höchstarbeitszeit bezeichnet die gesetzlich zulässige maximale täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit eines Arbeitnehmers. In Deutschland wird sie vor allem durch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt und dient dem Gesundheitsschutz und der Vermeidung von Überlastung.
Das Wichtigste in Kürze
Die Höchstarbeitszeit legt fest, wie lange Beschäftigte innerhalb eines bestimmten Zeitraums maximal arbeiten dürfen. In Deutschland ist sie im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt. Grundsatz: Die werktägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten (§ 3 ArbZG). Eine Verlängerung auf bis zu zehn Stunden ist möglich, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt wieder acht Stunden pro Werktag erreicht werden.
Neben der täglichen Höchstarbeitszeit ist auch die wöchentliche Arbeitszeit wichtig. Bei einer Sechs-Tage-Woche ergibt sich rechnerisch eine maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden (6 × 8 Stunden). Durch vorübergehende Verlängerung auf bis zu zehn Stunden täglich sind zeitweise bis zu 60 Wochenstunden möglich, solange der Ausgleichszeitraum eingehalten wird.
Die Höchstarbeitszeit steht in engem Zusammenhang mit Ruhezeiten und Pausen: Nach Arbeitsende müssen in der Regel mindestens elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit gewährt werden (§ 5 ArbZG). Zudem sind gesetzliche Pausenregelungen zu beachten (§ 4 ArbZG). Verstöße gegen Höchstarbeitszeit, Ruhezeiten oder Pausen können Bußgelder und im Ernstfall Haftungsrisiken nach sich ziehen.
Für bestimmte Branchen und Tätigkeiten (z. B. Pflege, Verkehr, Bereitschaftsdienste) gelten teils Sonderregelungen oder tarifliche Abweichungen. Auch Führungskräfte können im Einzelfall anders einzuordnen sein. Gerade hier hilft eine saubere, minutengenaue Arbeitszeiterfassung, um den Überblick zu behalten.
Digitale Zeiterfassungssysteme unterstützen dabei, die Einhaltung der Höchstarbeitszeit automatisch zu überwachen: Überschreitungen werden angezeigt, Dienstpläne lassen sich gesetzeskonform planen und Ausgleichszeiträume nachvollziehbar dokumentieren. Das reduziert rechtliche Risiken und erleichtert die Personalsteuerung im Alltag.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen sollte ein Fachanwalt oder Steuerberater hinzugezogen werden.
Häufige Fragen
Nach dem Arbeitszeitgesetz sind grundsätzlich maximal 8 Stunden pro Werktag zulässig. Eine Verlängerung auf bis zu 10 Stunden ist erlaubt, wenn innerhalb von 6 Monaten bzw. 24 Wochen im Durchschnitt wieder 8 Stunden pro Tag erreicht werden.
Ja, die Höchstarbeitszeit gilt unabhängig vom Arbeitszeitmodell, also auch bei Vertrauensarbeitszeit. Der Arbeitgeber bleibt verpflichtet, die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen und muss dafür verlässliche Informations- bzw. Kontrollmöglichkeiten haben.
Wiederholte oder erhebliche Überschreitungen können als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern geahndet werden. Zudem entstehen Haftungsrisiken, etwa bei Arbeitsunfällen, und es kann zu Problemen bei Betriebsprüfungen kommen, wenn keine saubere Dokumentation vorliegt.
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