DATEV-Schnittstelle
Eine DATEV-Schnittstelle ist die technische Anbindung zwischen einer Software (z. B. Zeiterfassung oder Lohnprogramm) und DATEV. Sie ermöglicht den standardisierten Austausch von Lohn-, Zeit- und Stammdaten, um Lohnabrechnung, Buchhaltung und Auswertungen effizient und fehlerarm zu übertragen.
In vielen kleinen Unternehmen werden Arbeitszeiten, Zuschläge und Abwesenheiten noch manuell an den Steuerberater übergeben – per Excel, PDF oder sogar handschriftlichen Listen. Das kostet Zeit, ist fehleranfällig und führt leicht zu Rückfragen oder Korrekturen bei der Lohnabrechnung. Eine DATEV-Schnittstelle sorgt dafür, dass relevante Daten aus der Zeiterfassung und Personalverwaltung strukturiert und sicher an DATEV übermittelt werden und damit der monatliche Lohnlauf deutlich effizienter abläuft.
Das Wichtigste in Kürze
- Verbindet Zeiterfassung/Personalsoftware technisch mit DATEV
- Überträgt Arbeitszeiten, Abwesenheiten und Stammdaten standardisiert
- Verringert manuellen Aufwand, Fehler und Rückfragen bei der Lohnabrechnung
Die DATEV-Schnittstelle verbindet betriebsinterne Systeme – etwa Zeiterfassungssoftware, Personalverwaltung oder Lohnprogramme – direkt mit den DATEV-Lösungen der Steuerkanzlei oder der eigenen Buchhaltung. Ziel ist ein standardisierter, digitaler Datenaustausch, damit Arbeitszeiten, Fehlzeiten, Zuschläge und Stammdaten ohne Medienbrüche in die Lohnabrechnung und Finanzbuchhaltung übernommen werden können.
Praktisch bedeutet das: Erfasste Arbeitszeiten, Urlaubstage, Krankmeldungen und Zuschläge werden in der Zeiterfassungssoftware automatisch so aufbereitet, dass sie im passenden DATEV-Format (z. B. LODAS/LODAS comfort, Lohn und Gehalt, DATEV Lohn-Importdatenservice) exportiert und von der Steuerkanzlei direkt eingelesen werden können. Manuelle Nachberechnungen, doppelte Datenerfassung und Übertragungsfehler werden dadurch erheblich reduziert.
Gerade in Verbindung mit digitaler Zeiterfassung entsteht ein durchgängiger Prozess: Mitarbeitende stempeln ihre Zeiten digital, das System berechnet automatisch Überstunden, Pausen, Nacht- und Sonntagszuschläge sowie ggf. Mindestlohn-relevante Stunden. Diese Daten werden anschließend per DATEV-Schnittstelle in die Lohnsoftware übergeben, wo die eigentliche Lohnabrechnung erfolgt.
Unternehmen profitieren von einer schnelleren Lohnabrechnung, weniger Rückfragen vom Steuerberater und einer besseren Nachvollziehbarkeit der Daten. Gleichzeitig wird die Erfüllung von Dokumentationspflichten rund um Arbeitszeit und Mindestlohn organisatorisch erleichtert, weil die relevanten Daten konsistent vorliegen und strukturiert übermittelt werden.
Über den Autor
Linda Fürth
Customer Success Manager
Linda Fürth ist Customer Success Manager bei zeitstrom.com. Mit ihrer Expertise im Aufbau nachhaltiger Kundenbeziehungen sowie der Maximierung des Nutzens maßgeschneiderter Softwarelösungen unterstützt sie Unternehmen bei erfolgreicher Implementierung und langfristiger Wertschöpfung.
Häufige Fragen
Üblicherweise werden Arbeitszeiten, Zuschläge, Abwesenheiten (z. B. Urlaub, Krankheit) sowie lohnrelevante Stammdaten und Kostenstelleninformationen übertragen. Der genaue Umfang hängt von der eingesetzten Zeiterfassungssoftware und der angebundenen DATEV-Lösung ab.
Sie ist besonders sinnvoll, wenn der Steuerberater oder die interne Lohnbuchhaltung mit DATEV arbeitet, da dann die Daten direkt eingelesen werden können. Einige Unternehmen nutzen aber auch eigene DATEV-Installationen im Haus und profitieren ebenso von der automatisierten Datenübernahme.
Die Zeiterfassung berechnet automatisiert Stunden, Zuschläge und Abwesenheiten und stellt diese im richtigen DATEV-Format bereit. Dadurch wird der Lohnlauf schneller, transparenter und es entstehen weniger Fehler durch manuelle Eingaben oder unvollständige Stundenzettel.