Arbeitszeiterfassung

Arbeitszeiterfassung ist die systematische Aufzeichnung der geleisteten Arbeitsstunden von Beschäftigten. Sie dient dazu, Arbeitszeiten, Pausen und Überstunden nachvollziehbar zu dokumentieren, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und eine korrekte Lohn- und Gehaltsabrechnung zu ermöglichen.
Das Wichtigste in Kürze
Arbeitszeiterfassung bezeichnet alle Verfahren, mit denen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit sowie Pausen und Überstunden von Beschäftigten festgehalten werden. Ziel ist es, die tatsächlich geleistete Arbeitszeit transparent zu machen – als Basis für Vergütung, Planung und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben.
Rechtlich relevant sind unter anderem das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) mit Regelungen zu Höchstarbeitszeit, Ruhezeiten und Pausen sowie Dokumentationspflichten, etwa bei Minijobbern und beim Mindestlohn. Zudem wirkt das EuGH-Urteil zur Zeiterfassung (C‑55/18) auf die nationale Praxis ein, indem es ein „objektives, verlässliches und zugängliches System“ zur Erfassung der Arbeitszeit fordert. Auch das Nachweisgesetz sowie Pflichten zur Arbeitszeitdokumentation im Zusammenhang mit dem Mindestlohngesetz können eine Rolle spielen.
In der Praxis reicht die Spannbreite von klassischen Stundenzetteln und Stechuhren bis hin zu digitalen Zeiterfassungssystemen. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen verbessern digitale Lösungen den Überblick: Arbeitszeiten werden per Terminal, App oder Web-Maske erfasst, zentral gespeichert und stehen für Auswertungen bereit. So lassen sich Überstunden, Urlaubsstände, Zeitkonten und Projektzeiten automatisch berechnen. Schnittstellen zur Lohnabrechnung reduzieren Fehler und manuelle Nacharbeiten.
Zudem hilft eine saubere Arbeitszeiterfassung, Konflikte zu vermeiden: Beschäftigte sehen ihre erfassten Stunden, Vorgesetzte können bei Überlastung oder systematischer Mehrarbeit früh gegensteuern. Für Unternehmen mit wechselnden Einsatzorten – etwa im Handwerk, in der Pflege oder bei Außendiensttätigkeiten – ist mobile, digitale Erfassung besonders hilfreich, um Zeiten direkt vor Ort zu dokumentieren.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen sollte ein Fachanwalt oder Steuerberater hinzugezogen werden.
Häufige Fragen
Es bestehen bereits heute verschiedene Dokumentationspflichten, etwa im Zusammenhang mit Mindestlohn und bestimmten Beschäftigungsarten. Das EuGH-Urteil zur Zeiterfassung beeinflusst zudem die nationale Rechtslage. Ob und wie genau zu erfassen ist, hängt von Gesetzgebung und Rechtsprechung ab und sollte bei Bedarf rechtlich geprüft werden.
Grundsätzlich können Arbeitszeiten auch auf Papier erfasst werden, solange sie vollständig, wahr und nachvollziehbar dokumentiert sind. Digitale Systeme bieten jedoch Vorteile: weniger Fehler, automatische Berechnungen, bessere Auswertungen und einfachere Vorbereitung der Lohnabrechnung.
Digitale Lösungen sparen Zeit bei der Erfassung und Auswertung und verringern manuelle Übertragungsfehler. Zudem schaffen sie Transparenz zu Überstunden, Urlaub und Projektzeiten und erleichtern die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sowie die Zusammenarbeit mit Steuerberater oder Lohnbüro.
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Zeiterfassung einfach gemacht

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